Fahrradreparatur in Lindau

Am Morgen ging alles ganz schnell. Kurz nach Ladenöffnung war Maxim mit seinem kaputten Rad schon in der Fahrradwerkstatt und bekam sofort und für einen guten Preis eine neue Kette. Hoffentlich hält diese für nächsten 2000 Kilometer.

Mit der neuen Kette geht es auf die nächsten 2000 Kilometer. Hoffentlich gibt es keine weiteren, großen Probleme.

Der nun noch zur Verfügung stehende Tag wurde anschließend zum Abkühlen im Pool des Campingplatzes und zur Besichtigung von Lindau genutzt. Bei so einem schönen See und Wetter kommen Urlaubsgefühle auf. Gut, dass dafür ein bisschen Zeit war.

Der Schöne Bodensee, immer eine Reise wert.

Etappe 22: mit dem Zug nach Lindau

Maxim, Julian und Niclas wollten eigentlich die ganze Strecke mit dem Rad fahren. Dummerweise kam es heute (26.07.) anders.
Kurz nach dem Start riss die Kette von Maxims Fahrrad. Gemeinsam mit dem Backoffice wurde eine Lösung gesucht und gefunden. Schritt 1: die nächsten rund 10 Kilometer mussten zu Fuß bzw. rollend zurückgelegt werden. Schritt 2: Ziel war es in Immenstadt im Allgäu in den Zug Richtung Lindau zu steigen (dem eigentlichen Tagesziel). Also gesagt getan!

So geht es nicht weiter. Ohne Kette am Rad lässt sich kein Stück fahren.

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Zarah Rosenbaum, Mitglied im Projektteam „Eine Welt für Alle“

„Ich unterstütze das Projekt „Eine Welt für Alle“ und den inkludierten 360°-Film „Pacha Mama“ aus mehreren Gründen. Zum einen wird uns Jugendlichen durch dieses Projekt die Möglichkeit gegeben, aktiv etwas zu verändern und uns eine bessere, verantwortungsvolle Zukunft zu schaffen. Zum anderen kann ich durch meine Teilnahme auch für die Kaffeebauern in Peru eine Veränderung bewirken, indem unser Projekt Aufmerksamkeit auf sie lenkt und anderen Menschen somit die Möglichkeit bietet, sie zu unterstützen. Es mag nur ein kleines Projekt sein auf dem Weg zu Gerechtigkeit und Umweltschutz, aber kleine Dinge können Großes bewirken. Selbst wenn wir nicht die Welt verändern können, so können wir doch für einen Menschen, wie einen Kaffeebauern in Peru, die Welt verändern.

Meine Vorstellungen zu meiner Zukunft unterscheiden sich hinsichtlich zweier Fragestellungen: „Wie erhoffe ich mir meine Zukunft?“ und „Wie wird meine Zukunft voraussichtlich aussehen?“
Ich erhoffe mir eine Zukunft, in der alle Menschen als Gleichberechtigte miteinander leben. Eine Zukunft, in der wir Menschen Rücksicht nehmen auf die Umwelt. Eine Zukunft, in der nicht Kriege das Schicksal vieler Menschen bestimmen, sondern in welcher sie es selbst bestimmen können. Eine Zukunft voller Verantwortungsbewusstsein, Gleichheit und Rücksichtnahme.
Allerdings sind diese Vorstellungen zum jetzigen Zeitpunkt utopisch. Ich befürchte, dass meine Zukunft und die aller Menschen wesentlich düsterer aussieht: Es gibt kein Anzeichen dafür, dass Kriege, Armut und Ungerechtigkeit enden, stattdessen verschärft sich die Situation vielerorts. Die Politik ist auf Machtstreben ausgelegt, nicht auf soziale Gerechtigkeit und Frieden. Leider werden Begriffe wie „Gerechtigkeit“ und „Frieden“ zumeist nur in hohlen Phrasen verwendet und kaum jemand glaubt noch an sie.
Daher ist es mein Ziel, eine Veränderung zu bewirken, um meine befürchtete Zukunft in meine erhoffte Zukunft umzuwandeln oder ihr zumindest ein Stück näherzukommen. Das sind hochgesteckte Ziele, wohlgemerkt, und es ist reines Wunschdenken, dass ein Mensch allein diese Ziele erreichen könnte. Doch wenn viele Menschen zusammenarbeiten, kann Großes erreicht werden. In meiner Zukunft möchte ich Teil dieser Bewegung sein, weshalb ich mich in meiner Gegenwart bereits dafür engagiere – zum Beispiel beim CJD.

Im Rahmen des Projektes freue ich mich ganz besonders auf die Resultate, obwohl die Ideenentwicklung und die Produktion natürlich auch viel Spaß versprechen. Zu wissen, dass man jemandem durch dieses Projekt hilft, ist ein unheimlicher Ansporn, und diese Hilfeleistung und Unterstützung erfreut mich am Meisten.“

Zur Erklärung:
Der 360°-Film zu „Pacha Mama“ entsteht in Kooperation mit unseren Bildungspartner der Knauer & Knauer GmbH und der Murnauer Kaffeerösterei. Zu dem Film sollen Begleitmaterialien entstehen, welche einen verantwortungsbewussten Umgang mit Kaffeen und die soziale Verantwortung der Konsumenten gegenüber den Kaffeebauern aufzeigen. Zarah ist bei der Erarbeitung des Films und der begleitenden Materialien aktiv dabei und unterstützt das Projekt mit vielen kreativen Ideen.

 

Etappe 21: Schloss Neuschwanstein

Endlich war die Tagesetappe wieder gut machbar! Sogar die zwei Berge waren nicht besonders anstrengend und so konnte die Strecke von Murnau nach Pfronten gut gemeistert werden.
Recht abenteuerlich waren hingegen die unterschiedlichen Wegstrecken. Denn hier musste im wahrsten Sinne des Wortes Stock und Stein überwunden werden. Mit so viel Gepäck auf dem Rad kein einfaches Unterfangen.

Dieser kleine Flusslauf musste durchquert werden. Ganz schön herausfordernd!

Das eigentlich Tagesziel war das Schloss Neuschwanstein nach gut 50 Kilometern ausgegeben. Leider waren hier aber alle Zeltplätze belegt, bzw. die Preise so hoch, dass Julian, Niclas und Maxim einfach bis Pfronten (weitere 15 Kilometer) gefahren sind. Und so musste ein Blick auf das weltbekannte Märchenschloss ausreichen.

Nur ein Blick aus der Ferne, das Schloss Neuschwanstein.

Am Abend gab es dann endlich mal wieder was Selbstgekochtes. Die netten Nachbarcamper leihten den Campingkocher aus und so gab es wunderbare, selbstgemachte Pasta.

Murnau II – die Murnauer Kafferösterei

Nach der Kita ging es zum Bildungspartner des CJD, der Murnauer Kaffeerösterei. Seit vielen Jahren sind wir mit Thomas Eckel und seinem Team in unterschiedlichen Projekten gemeinsam unterwegs. So war es ein Herzensanliegen, dass die Fahrradtour auch in der Rösterei Station macht.
Gemeinsam trafen wir uns im Kaffeehaus und durften hier den tollen, ökologisch angebauten und direkt gehandelten PachaMama Kaffee kosten, welcher auch in unterschiedlichen CJD Einrichtungen angeboten wird.
Beim gemeinsamen Gespräch wurden die ersten Ergebnisse der Fahrradtour weitergegeben und Maxim, Julian und Niclas konnten vielseitige Informationen zum ökologischen und sozial verantwortlichen Kaffeanbau erfahren. Spannende Einblicke, die aufzeigen, dass wir in Deutschland eine große Verantwortung für die Kaffeebauern weltweit haben und dass es wichtig ist, den Bauern Wissen und Fähigkeiten zu vermittel, damit diese nachhaltig vom Kaffeeanbau leben können.

Thomas Eckel öffnete auch seine Türen des neuen Röstereigebäudes und ließ die drei Jungs „auf der Baustelle“ schlafen. Zum Glück gab es aber schon eine Dusche und sogar eine Waschmaschiene. Zum guten Abschluss wurde auch noch Pizza für alle bestellt und so konnte der Abend gut ausklingen.

Ein herzlichen dankeschön geht an Thomas Eckel und die Murnauer Kafferösterei. Im CJD hoffen wir, dass wir gemeinsam spannende Projekte entwickeln und in einem guten Austausch bleiben.