Zarah Rosenbaum, Mitglied im Projektteam „Eine Welt für Alle“

„Ich unterstütze das Projekt „Eine Welt für Alle“ und den inkludierten 360°-Film „Pacha Mama“ aus mehreren Gründen. Zum einen wird uns Jugendlichen durch dieses Projekt die Möglichkeit gegeben, aktiv etwas zu verändern und uns eine bessere, verantwortungsvolle Zukunft zu schaffen. Zum anderen kann ich durch meine Teilnahme auch für die Kaffeebauern in Peru eine Veränderung bewirken, indem unser Projekt Aufmerksamkeit auf sie lenkt und anderen Menschen somit die Möglichkeit bietet, sie zu unterstützen. Es mag nur ein kleines Projekt sein auf dem Weg zu Gerechtigkeit und Umweltschutz, aber kleine Dinge können Großes bewirken. Selbst wenn wir nicht die Welt verändern können, so können wir doch für einen Menschen, wie einen Kaffeebauern in Peru, die Welt verändern.

Meine Vorstellungen zu meiner Zukunft unterscheiden sich hinsichtlich zweier Fragestellungen: „Wie erhoffe ich mir meine Zukunft?“ und „Wie wird meine Zukunft voraussichtlich aussehen?“
Ich erhoffe mir eine Zukunft, in der alle Menschen als Gleichberechtigte miteinander leben. Eine Zukunft, in der wir Menschen Rücksicht nehmen auf die Umwelt. Eine Zukunft, in der nicht Kriege das Schicksal vieler Menschen bestimmen, sondern in welcher sie es selbst bestimmen können. Eine Zukunft voller Verantwortungsbewusstsein, Gleichheit und Rücksichtnahme.
Allerdings sind diese Vorstellungen zum jetzigen Zeitpunkt utopisch. Ich befürchte, dass meine Zukunft und die aller Menschen wesentlich düsterer aussieht: Es gibt kein Anzeichen dafür, dass Kriege, Armut und Ungerechtigkeit enden, stattdessen verschärft sich die Situation vielerorts. Die Politik ist auf Machtstreben ausgelegt, nicht auf soziale Gerechtigkeit und Frieden. Leider werden Begriffe wie „Gerechtigkeit“ und „Frieden“ zumeist nur in hohlen Phrasen verwendet und kaum jemand glaubt noch an sie.
Daher ist es mein Ziel, eine Veränderung zu bewirken, um meine befürchtete Zukunft in meine erhoffte Zukunft umzuwandeln oder ihr zumindest ein Stück näherzukommen. Das sind hochgesteckte Ziele, wohlgemerkt, und es ist reines Wunschdenken, dass ein Mensch allein diese Ziele erreichen könnte. Doch wenn viele Menschen zusammenarbeiten, kann Großes erreicht werden. In meiner Zukunft möchte ich Teil dieser Bewegung sein, weshalb ich mich in meiner Gegenwart bereits dafür engagiere – zum Beispiel beim CJD.

Im Rahmen des Projektes freue ich mich ganz besonders auf die Resultate, obwohl die Ideenentwicklung und die Produktion natürlich auch viel Spaß versprechen. Zu wissen, dass man jemandem durch dieses Projekt hilft, ist ein unheimlicher Ansporn, und diese Hilfeleistung und Unterstützung erfreut mich am Meisten.“

Zur Erklärung:
Der 360°-Film zu „Pacha Mama“ entsteht in Kooperation mit unseren Bildungspartner der Knauer & Knauer GmbH und der Murnauer Kaffeerösterei. Zu dem Film sollen Begleitmaterialien entstehen, welche einen verantwortungsbewussten Umgang mit Kaffeen und die soziale Verantwortung der Konsumenten gegenüber den Kaffeebauern aufzeigen. Zarah ist bei der Erarbeitung des Films und der begleitenden Materialien aktiv dabei und unterstützt das Projekt mit vielen kreativen Ideen.

 

Fragen über Fragen und spannende Antworten Teil 1:

Wenn Julian, Maxim und Niclas die Einrichtungen und Partner des CJD besuchen, dann übergeben ihnen dort die Kinder ausgefüllte Fragebögen. Nach 5 Stationen sind es schon mehr als 100!!
Die Ideen und Vorstellungen der Kinder fließen in die Erarbeitung der Module sowie in die Neuauflage des Jugendmanifestes ein.

Aber was wird da so gefragt und wie antworten die Kinder? Das könnt ihr künftig immer mal wieder hier lesen.
Heute zur Frage: „Was ist dir am wichtigsten im Leben“

  • …dass ich gute Freunde und eine liebe Mama habe (Junge, 5 Jahre)
  • …dass Mama, Papa und alle anderen Menschen gesund sind. Dass Corona weg ist. (Mädchen, 5 Jahre)
  • …dass alle Kinder in die Schule können (Mädchen, 6 Jahre)
  • …dass man nicht gehauen wird (Junge, 4 Jahre)
  • …dass Delfine nicht sterben (Junge, 5 Jahre)
  • …dass ich später Geld verdiene (Mädchen, 7 Jahre)
  • …dass nichts Schlimmes passiert (Mädchen, 6 Jahre)

Module für Bildungseinrichtungen

Bei der Jugendkonferenz 2019 haben sich Jugendliche gemeldet, um aktiv an dem Partizipationsprojekt „CJD Eine Welt für Alle“ mitzuarbeiten. Gemeinsam wollen sie bis 2022 überlegen, wie Bildungseinrichtungen, Jugendgruppen und Engagierte ohne großen Aufwand die Welt verändern können. Dabei blicken sie nicht nur auf CJD Einrichtungen, sondern wollen auch Einrichtungen, Partnerorganisationen und Menschen außerhalb des CJD erreichen.

Um diesem Ziel gerecht zu werden, setzen sie an den 14. Thesen aus dem Jugendmanifest an. Das Jugendmanifest ist in einem vorangegangenen Partizipationsprojekt entstanden. Gemeinsam mit Bildungspartnern (externen Firmen) wollen die Jugendlichen zu den Thesen Materialien und Module entwickeln, damit sie die Forderungen praktisch umsetzen und in ihren Alltag integrieren können. Dabei geht es nicht darum, das Leben radikal umzukrempeln, sondern kleine Stellschrauben anzupassen. Die Jugendlichen wollen die Veränderungen leben können und damit andere Menschen einladen, ihrem Beispiel zu folgen. Je mehr Menschen ihr Leben ändern, desto eher lässt sich „Eine Welt für Alle“ erreichen.

Unter anderem stehen folgende Fragen im Fokus:

  • Wie können wir vor Ort aktiv die Umwelt schützen?
  • Wie können wir die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an Diskussionen und Entscheidungen erhöhen?
  • Was können wir tun, damit die Glaubenstoleranz gestärkt wird?
  • Wie können wir in einer globalisierten Welt solidarisch und nachhaltig konsumieren und die Menschen in anderen Ländern unterstützen?

Dafür entwickeln die Jugendlichen Ideen zur praktischen Umsetzung. Durch ihr Tun wollen sie gleichzeitig bei anderen Menschen ein Bewusstsein für diese Themen schaffen. Das soll letztendlich zu einer Verhaltensänderung führen. Beispiel: eine Zigarettenkippe verseucht 40 bis 60 Liter Grundwasser. Deshalb sammeln die Jugendlichen Zigarettenkippen und führen sie zusammen mit dem Bildungspartner Tobacycle einem Recyclingsystem zu.

Einzelne Blogbeiträge der Jugendkonferenz befassen sich intensiv mit den unterschiedlichen Themen und Entwicklungsstufen der Module und Materialien. Viel Spaß beim Stöbern und Lesen.

Umweltschutz aktiv

‚Rauchen ist tödlich‘- nicht nur für uns, sondern auch für unsere Umwelt. Wird eine Zigarette bzw. das, was noch von ihr übrig ist, auf den Boden geworfen und es beginnt zu regnen, lösen sich mehr als 70 Schadstoffe. Diese gelangen ins Grundwasser. Eine Zigarettenkippe vergiftet zwischen 40 und 60 Litern des wertvollen Wassers. Diese Zahl alleine ist immens! Doch die Tatsache, dass viele Menschen gleich mehrmals am Tag zur Zigarette greifen, macht Umweltverschmutzungsproblem noch gravierender.

Zwar werden 20 Prozent der jährlich weltweit 4.300 Milliarden Zigarettenstummel gewissenhaft in anderen Behältnissen oder dem Restmüll entsorgt, doch ändert das nichts an der aktuellen Problematik. Häufig sind die Behältnisse nicht richtig abgedichtet oder der Müll wird nicht entsprechend aufbereitet. So gelangen die Schadstoffe weiterhin ungehindert in die Umwelt.

Einen Lösungsansatz verfolgen wir mit unserem Bildungspartner tobacycle, der ein System zur fachgerechten Entsorgung und Wiederverwertung entwickelt hat (www.tobacycle.de). Hier werdet ihr bei Neuigkeiten auf dem Laufenden gehalten

Direct Trade mit sozialer und ökologischer Verantwortung

Jeder soll von seiner Arbeit leben können. Zum Wohl von Mensch und Natur muss dabei auch der Umweltschutz berücksichtigt werden. Als Verbraucher fällt uns die entscheidende Rolle zu: Wir entscheiden am Verkaufsregal, wie die Welt für alle aussieht – vom Anbauer, über den Produzenten bis hin zu uns als Verbraucher.
Am Beispiel von Kaffeebauern aus Peru, die in der Cooperativa Satinaki (Link: www.peru-kaffee.de) genau diese Standards leben, werden viele verschiedene Themen verdeutlicht: Wie sehen sinnvolle ökologische (Anbaumethoden, Klimaschutz) und ökonomische Kreisläufe („von der Bohne in die Tasse“) aus und welche Auswirkungen haben sie vom Leben der Bauern in ihrer Dorfgemeinschaft bis hin zu uns?

Dank unserer Bildungspartner der Knauer & Knauer GmbH und der Murnauer Kaffeerösterei können wir die oben benannten Themen in einem Film abbilden. Diesen können wir zusammen mit Hintergrundmaterial in Bildungsmodulen allen zur Verfügung zu stellen. Hier werdet ihr bei Neuigkeiten auf dem Laufenden gehalten …