Der große Empfang in Rostock

Gemeinsam mit ihren drei Vätern kamen Maxim, Julian und Niclas viel zu zeitig in Rostock an. Getrieben vom Regen und vom Drang nach Hause zu kommen, standen sie schon 11:10 vor der Grundschule (geplant 11:45 Uhr).

Somit war Zeit, um sich abzutrocknen, ein trockenes Trikot anzuziehen und sich mental auf die letzten wichtigen Termine vorzubereiten.
Los ging es mit Vertretern der Stadt Rostock und der Tagespresse. In den Gesprächen wurden erste Berichte und Erfahrungen ausgetauscht sowie O-Töne für die Zeitung aufgeschrieben.
Der erste Höhepunkt war dann aber um 12:00 Uhr.
270 Kinder der Rostocker CJD Grundschule empfingen die drei mit tosendem Applaus im Atrium der Grundschule. Es war eine beeindruckende Kulisse und die drei Jungs waren richtig berührt.

Fünf Grundschüler*innen fragten dann verschiedene Fragen zur Tour und die Schulleiterin Frau Krohn sprach große Bewunderung aus.
Für Niclas und Julian war die Station in der Grundschule ein erstes Nachhause kommen, denn hier startete ihre Schulkarriere.
Mit kleinen Geschenken und einem schönen Segenslied verabschiedeten die Kinder sich von den Fahrradfahrern.

Zu dem Termin in der Grundschule war auch der Oberbürgermeister von Rostock Claus Ruhe Madsen dazu gekommen. Er unterhielt sich mit den Grundschulkindern und den Fahrradfahrern ausführlich über die Erlebnisse, den Sinn der Tour und die Zukunftsvorstellungen.

Nach einer kurzen Mittagspause folgte dann um 13:30 Uhr ein zweites Nachhause-Kommen.
Die 12B und 11B des Gymnasiums empfing die drei Radler zu zwei Gesprächsrunden im Christophorus-Saal der Schule.

Die Schülerinnen und Schüler stellten spannende Fragen zu den Hintergründen der Tour, zu den Erlebnissen, zu ersten Ergebnissen und zum Wohlbefinden der drei. Viele spannende Antworten wurden gegeben. Dazu werden wir auch noch einmal berichten.
Zwischen den beiden Gesprächsrunden gab es auch hier noch einmal Geschenke, sodass das CJD und die Menschen aus dem Gymnasium nicht in Vergessenheit geraten. Besonders schön war das Zusammentreffen mit den ehemaligen Lehrerinnen und Lehrern und auch der Austausch mit Herrn Kästner, dem Schulleiter des Gymnasiums, war vielseitig.

Nach den Gesprächen im Gymnasium gab es dann das dritte Nachhause-Kommen.
Die letzten Kilometer wurden in die eigenen Vier-Wände überwunden und die Freude bei den Familien war groß, dass die drei Jungs wohlbehalten wieder zu Hause angekommen sind. Und so steht in den nächsten Tagen erst einmal Entspannung, Netflix und Ausschlafen im eigenen Bett an. Welch gute Aussichten ….

In ein paar Tagen wird auch der 1. Teil des Films über die Radtour hier auf dem Blog veröffentlicht. Beiträge und Fotos sind gut, aber bewegte Bilder zeigen noch einmal ganz andere Facetten.

Letzte Etappe (43): Zielsprint nach Rostock

Es war ein langer Zielsprint von ca. 60km, aber dafür bekamen die drei Unterstützung von drei anderen, nicht ganz Unbekannten Personen. Die Väter von Maxim, Julian und Niclas haben sich früh am Morgen aufgemacht, um ihre Jungs von Wismar mit dem Rad nach Rostock zu begleiten.

Das Wetter hat sich richtig Mühe gegeben einen würdigen Rahmen zu bereiten. Die Definition von würdig: Regen von vorne, der Seite und von oben, dazu eine leichte Brise aus ungünstigen, wechselnden Richtungen.

Dazu gab es traditionell auch noch einen Platten bei einem der begleitenden Radler. Natürlich am Hinterrad (wer Rad fährt weiß, dass ein Platten am Vorderrad etwas angenehmer ist bei Ein- und Ausbau). Interessant wird die Statistik der Tour werden, in der ein paar Zahlen zur Tour natürlich nicht fehlen dürfen. Es darf jetzt schon geraten werden, der wie vielte Platten es war…

Die Information wer von den sechs Radlern vorne im Wind gefahren ist und in welcher Verfassung sie Rostock erreicht haben, liegt der Redaktion leider nicht vor :). Sicher ist nur, dass unsere Helden der Straßen es tatsächlich geschafft haben, von Rostock nach Rostock mit dem Rad zu fahren (über Berlin, Erfurt, Berchtesgaden, Lindau, Stuttgart, Jülich, Dortmund, Wolfsburg, Bremen und Hamburg u.a.)! Respekt!

Wer sie in Rostock empfangen hat und wie die drei nun ihr Leben ohne Rad gestalten, folgt in den nächsten Berichten. Außerdem bleibt momentan noch die Frage offen, wie es mit den Fragebögen weiter geht, die sie auf dem Weg eingesammelt haben und wie viele es geworden sind. Kleiner Tipp: es waren mehr Fragebögen als Platten :).

PS: wir freuen uns sehr, dass auf dem Blog von Paul Lange auch ein Beitrag über die Tour veröffentlicht ist. Vielen Dank!

 

Etappe 42: von Hamburg nach Wismar

Auf der vorletzten Etappe der Tour durch Deutschland mussten 120km bewältigt werden. Da die drei Jungs erst um 10:30 Uhr nach dem Termin bei akquinet in Hamburg starten konnten, sollten es schnelle Kilometer werden. So war die Planung…

Auf geht´s nach Wismar. Es sah nach Regen aus…

Nach 73km wurde der Ratzeburger See erreicht. Der Wind hatte aber noch nicht ganz mitbekommen, dass die drei eigentlich mit ein wenig Unterstützung gerechnet hatten. Irgendwie kann man das in Julians Gesicht auch erkennen…

Dennoch kamen sie in Wismar gesund an. Damit ist eine der längsten Etappen bewältigt und der letzte Etappenort der Tour erreicht. Jetzt liegt nur noch ein kleines Teilstück zwischen Maxim, Julian, Niclas und dem Ziel- und Startort der großen Deutschlandtour.

Prognose für die Strecke Wismar – Rostock: windig und regnerisch! Aber nach fast 3500km ist das dann auch egal und außerdem sind die sechs Beine der drei Radler nach 59 Tagen Training in Topform :).

Ein paar Infos aus dem Backoffice der Tour: Das Begleitfahrzeug und Konrad Magirius, der direkt nach Rostock gefahren ist, um den Empfang vorzubereiten hatte auch mit einigen Widrigkeiten zu kämpfen. Zwar hat der Wind den beiden nicht so zugesetzt, aber als das Auto dann in Rostock angekommen ist, wollte es irgendwie nicht mehr weiter fahren. Zum Glück konnte es fachgerecht in eine Werkstatt gebracht werden. Mit einem Fahrrad wäre das nicht passiert :).

Bei einem wichtigen Bildungspartner: Akquinet

Der letzte Besuch in Hamburg fand bei akquinet statt. Ohne die Unterstützung von Dr. Martin Weiß, seinem Team und seinem großen Interesse an der Tour, hätte diese wohl nicht in diesem Rahmen stattgefunden. Deswegen an dieser Stelle noch ein großes Dankeschön für den support!

Dr. Martin Weiß in der Mitte unten, rechts daneben Samuel Breisacher.

Für die große körperliche Leistung und ihren Einsatz für die Kinder bekamen Niclas, Julian und Maxim von Herr Weiß einige Geschenke überreicht. Die Radler überreichten als Gastgeschenk auch hier das Jugendmanifest und ein paar Seedballs als Zeichen, dass Dinge wachsen und blühen, wenn man sich um sie kümmert. Im gemeinsamen Gespräch wurde anschließend über die intensive Verbindung der akquinet mit dem CJD gesprochen und natürlich waren auch die Erlebnisse der Tour im Mittelpunkt.

Nach dem Besuch bei akquinet ging es dann aber ganz schnell auf die Räder, da noch 130km auf dem Programm standen. Ob der Wind wohl auf der vorletzten Etappe die drei unterstützt, oder die Länge der Etappe gefühlt noch verlängern würde, berichten wir im nächsten Beitrag. Es bleibt auch auf den letzten Kilometern noch spannend!

Der große Empfang in Rostock ist zum greifen nah…

Hoher Besuch in Hamburg und das BBW

von links: Dr. Lars Schulhoff, Thorsten Kurse, Julian, Maxim, Samuel Breisacher, Dr. Martin Weiß vorn: Konrad Magirius und Niclas

An diesem Tag fanden zwei Begegnungen statt. Zum ersten Termin kamen Dr. Lars Schulhoff, Abteilungsleiter des Bereichs Gestaltung der Jugendhilfe sowie Thorsten Kruse, Amtsleiter für Arbeit ins Berufsbildungswerk Hamburg. Vom BBW waren Samuel Breisacher als Vorstand des CJD und Geschäftsführer der Pepko, Christina Schaerffer als Geschäftsführerin der Pepko und Dr. Martin Weiß von der akquinet anwesend. Gemeinsam wurde über die Inhalte der Fahrradtour gesprochen und überlegt, wie der Jugend und den Kindern mehr Raum gegeben werden kann, um Diskurse zu führen und miteinander ins Gespräch zu kommen.
Alle waren von der Fahrradtour sehr angetan und es war klar, dass es weiteren Austausch und Kooperationen geben muss.

v.l.: Konrad Magirius, Niclas, Julian, Maxim, Frau Schaerfer (Geschäftsführung der Pepko Gruppe)

Nach einer kurzen Pause gab es dann noch die offizielle Übergabe im BBW. Frau Schaerffer empfing die drei Fahrradfahrer im Internat des BBW. Hier kamen Julian, Maxim und Niclas mit Teilnehmenden ins Gespräch und tauschten sich zu der Fahrradtour aus. Mitten in dem Gespräch fing es aber sehr stark an zu regnen, sodass alle nach drinnen flüchten mussten.

Trotz Regen bereiteten die Mitarbeitenden des BBW ein richtiges Festmahl vom Grill zu, sodass sich alle Internatsbewohner*innen und die drei Jungs reichlich stärken konnten. Bei dem guten Essen kamen dann auch noch einige weitere Fragen zur Tour und Zukunft der drei auf.

Alles in allem war es ein sehr gelungener Tag und es ist toll, dass wir gemeinsam unterwegs sind.

ab Maxim: 5 Jugendliche aus dem BBW, Herr Stephan Putensen (Leitung Internat)