Bei einem wichtigen Bildungspartner: Akquinet

Der letzte Besuch in Hamburg fand bei akquinet statt. Ohne die Unterstützung von Dr. Martin Weiß, seinem Team und seinem großen Interesse an der Tour, hätte diese wohl nicht in diesem Rahmen stattgefunden. Deswegen an dieser Stelle noch ein großes Dankeschön für den support!

Dr. Martin Weiß in der Mitte unten, rechts daneben Samuel Breisacher.

Für die große körperliche Leistung und ihren Einsatz für die Kinder bekamen Niclas, Julian und Maxim von Herr Weiß einige Geschenke überreicht. Die Radler überreichten als Gastgeschenk auch hier das Jugendmanifest und ein paar Seedballs als Zeichen, dass Dinge wachsen und blühen, wenn man sich um sie kümmert. Im gemeinsamen Gespräch wurde anschließend über die intensive Verbindung der akquinet mit dem CJD gesprochen und natürlich waren auch die Erlebnisse der Tour im Mittelpunkt.

Nach dem Besuch bei akquinet ging es dann aber ganz schnell auf die Räder, da noch 130km auf dem Programm standen. Ob der Wind wohl auf der vorletzten Etappe die drei unterstützt, oder die Länge der Etappe gefühlt noch verlängern würde, berichten wir im nächsten Beitrag. Es bleibt auch auf den letzten Kilometern noch spannend!

Der große Empfang in Rostock ist zum greifen nah…

Hoher Besuch in Hamburg und das BBW

von links: Dr. Lars Schulhoff, Thorsten Kurse, Julian, Maxim, Samuel Breisacher, Dr. Martin Weiß vorn: Konrad Magirius und Niclas

An diesem Tag fanden zwei Begegnungen statt. Zum ersten Termin kamen Dr. Lars Schulhoff, Abteilungsleiter des Bereichs Gestaltung der Jugendhilfe sowie Thorsten Kruse, Amtsleiter für Arbeit ins Berufsbildungswerk Hamburg. Vom BBW waren Samuel Breisacher als Vorstand des CJD und Geschäftsführer der Pepko, Christina Schaerffer als Geschäftsführerin der Pepko und Dr. Martin Weiß von der akquinet anwesend. Gemeinsam wurde über die Inhalte der Fahrradtour gesprochen und überlegt, wie der Jugend und den Kindern mehr Raum gegeben werden kann, um Diskurse zu führen und miteinander ins Gespräch zu kommen.
Alle waren von der Fahrradtour sehr angetan und es war klar, dass es weiteren Austausch und Kooperationen geben muss.

v.l.: Konrad Magirius, Niclas, Julian, Maxim, Frau Schaerfer (Geschäftsführung der Pepko Gruppe)

Nach einer kurzen Pause gab es dann noch die offizielle Übergabe im BBW. Frau Schaerffer empfing die drei Fahrradfahrer im Internat des BBW. Hier kamen Julian, Maxim und Niclas mit Teilnehmenden ins Gespräch und tauschten sich zu der Fahrradtour aus. Mitten in dem Gespräch fing es aber sehr stark an zu regnen, sodass alle nach drinnen flüchten mussten.

Trotz Regen bereiteten die Mitarbeitenden des BBW ein richtiges Festmahl vom Grill zu, sodass sich alle Internatsbewohner*innen und die drei Jungs reichlich stärken konnten. Bei dem guten Essen kamen dann auch noch einige weitere Fragen zur Tour und Zukunft der drei auf.

Alles in allem war es ein sehr gelungener Tag und es ist toll, dass wir gemeinsam unterwegs sind.

ab Maxim: 5 Jugendliche aus dem BBW, Herr Stephan Putensen (Leitung Internat)

Gunnar Borcherding – Vater von Maxim

Die Geschichte, die unsere Jungs schreiben, ist schon unglaublich, berücksichtigt man die Anfänge ihrer Idee. Nach dem Abi einmal durch Deutschland mit dem Fahrrad und noch dazu jedes Bundesland betreten.

Wie man nach fast zwei Monaten feststellen kann, ergaben sich daraus nicht nur körperliche Herausforderungen sondern auch Begegnungen und Gespräche mit vielen Menschen unterschiedlichen Alters und vielfältiger Lebenserfahrungen. Und das ist das, was wir als Eltern und Familie so großartig finden.

Als Teilnehmer und Organisatoren der Jugendkonferenz des CJDs in Deutschland bekamen Maxim, Julian und Niclas die Möglichkeit, auf ihrer Tour durch Deutschland als Botschafter unterwegs zu sein, um mit Kindern über unsere und ihre Zukunft zu sprechen.

Aus ihrer wurde eine gesellschaftliche Tour mit genauen Etappenzielen.

Im Familienkreis gab es Skepsis, ob sie als unerfahrene Jungs Tausenden km Wind, Bergen und Hitze und dem eigenen und fremden Ego standhalten könnten.

Gleichzeitig beeindrucken sie mit ihrer Ehrlichkeit und Unbekümmertheit Kinder, Betreuer und Partnerfirmen des CJDs.

Respekt vor dieser Leistung!

Klassischerweise wird die Zukunftsdiskussion innerhalb der Eltern- und Jugendgenerationen geführt. In diesem Projekt werden die Kinder hinzugezogen.

Also diejenigen, die sich mit den späteren Auswirkungen der jetzigen Handlungen am stärksten auseinandersetzen müssen.

Ich finde das nicht nur interessant, sondern wichtig. Auch wenn die Aussagen der Kinder einfach und banal klingen, sind sie sehr weise.

Ein sehr bekannter Bergsteiger sprach mal davon, wie ihm auf dem Abstieg vom Nanga Parbat die Selbstreflexion abhanden kam, weil einfach nur noch der Überlebensinstinkt funktionierte.

Die Fragen an die Kinder regen uns als Erwachsene an, über uns selbst und unser eigenes Handeln nachzudenken.

Mittlerweile haben die Jungs die 3.500 km fast geschafft. Auch von den 10.000 Höhenmetern bleiben nur noch wenige hundert.

Herzlich Willkommen zu Hause, Maxim, Julian und Niclas! Wir sind stolz auf Euch!

 

Auf der Schlussetappe werden wir Väter die Jungs begleiten. Wenn wir dann in 20 Jahren die Filmdoku aus dem Regal holen, werden wir sehen, dass Papa noch mithalten konnte und wir sind glücklich.

Das Tor zur Welt…

Herzlich Willkommen im 15. Bundesland:

Hamburg ist erreicht und vor den letzten Etappen nach Rostock stehen noch einmal ein paar Termine sowie ein wenig Ruhe an.

Ruhe Teil 1
Ruhe Teil 2

 

 

 

 

 

 

 

Zum Empfang im Berufsbildungswerk Hamburg gab es ein gutes Abendessen für die drei. Hier dürfen unsere Radler auch übernachten (ohne Zeltaufbau, Betten fix und fertig, einfach nur reinlegen und entspannen? was für ein Luxus!). Herzlichen Dank schon einmal für alle Organisatoren im Background, die dies alles ermöglichen!

Entspannt und glücklich… aber auch ein wenig Müde?
Ein Foto? Ich steck nur kurz noch mein Handy weg :)

Am Vormittag hatte jeder ein wenig Zeit für sich (jeder auf seinem eigenen Zimmer!), um sich so langsam auch schon mit dem Gedanken anzufreunden, dass sie wirklich mit dem Rad einmal durch Deutschland gefahren sind, viele Begegnungen mit kleinen und großen Menschen hatten, aber auch die Hochs und Tiefs eines Lebens auf der Reise kennen lernen durften. Für einen richtigen Rückblick ist es aber noch zu früh, denn es stehen ja noch ein paar Begegnungen auf dem Plan. Wie diese abgelaufen sind, und welche Menschen die drei dabei kennen lernen konnten werden wir im nächsten Beitrag berichten…

Samuel Breisacher – Mitglied des CJD Vorstands und Geschäftsführer des Perspektiv-Kontors Hamburg

Auf die Zukunft, fertig … los

Eine Welt für alle – das fordern und wünschen wir uns. Doch um seine Wünsche zu erfüllen, muss man manchmal hart arbeiten, kreative Lösungen finden und immer wieder neue Wege gehen. Es ist großartig, dass junge Menschen sich auf diesen Weg begeben, um sich großen Herausforderungen zu stellen und verschiedene Antworten auf die Frage „Wie schaffen wir eine Welt für alle?“ zu finden.

Ich finde den Weg, den Maxim, Julian und Niclas entlangradeln klasse. Anstatt sich theoriegeleitet von verschiedenen Seiten dieser schwierigen Thematik zu nähern, haben sie einen praxisbezogenen Ansatz gewählt. Sie besuchen CJD Einrichtungen und Bildungspartner in ganz Deutschland, kommen dort mit kleinen und großen Menschen ins Gespräch oder sammeln einfach neue Erfahrungen. Egal, ob eine gierige Bisamratte am Wegesrand oder ein schweißtreibender Streckenabschnitt mit unüberwindbaren Höhenmetern – es sind die nachhaltigen Begegnungen, die uns für immer in Erinnerung bleiben und prägen. Eine schöne Symbolik steckt hinter dem ganzen Projekt. Denn die drei Radfahrer verlassen ihre Komfortzone und stellen sich neugierig jeder Herausforderung.

Sie sind unser Vorbild, wenn es darum geht, sich auf den Weg zu machen. In unserem festgefahrenen Alltag ist es oftmals schwer, Veränderungen herbeizuführen. Besonders, wenn mögliche Konsequenzen warten. Viele junge Menschen möchten genau das ändern. Sie öffnen uns die Augen und zeigen uns, was möglich wäre oder was möglich ist. Ob wir dabei die Demonstrationen „Fridays For Future“ betrachten oder das Fahrradtour-Projekt von Maxim, Julian und Niclas – außergewöhnliche Visionen führen zu beeindruckenden Resultaten.