Das Leben geht weiter…

Mittlerweile haben die drei Radler geduscht, sich ausgeschlafen und sind auch sonst ins normale Leben zurückgekehrt. So langsam rückt immer mehr der Beginn des Studiums in greifbare Nähe. Deswegen freuen wir uns sehr, dass Julian und Niclas bereits eine Zusage für Ihr Lehramtsstudium in Hamburg bekommen haben. Bei Maxim ist es noch etwas spannend, er wartet noch auf die Zusage für sein Medizinstudium in Leipzig.

Wir freuen uns aber sehr, dass sich die drei auch im weiteren Verlauf der Aktionen im Team von „Einer Welt für Alle“ einsetzen. Damit bleiben sie uns quasi als Botschafter erhalten und ihr werdet  immer mal wieder etwas von ihnen lesen…

Bald wird auch der zweite Teil des Films hier auf dem Blog veröffentlicht. Bleibt gespannt!

Danke an die Radler

Lieber Julian, lieber Maxim, lieber Niclas,

ihr habt es geschafft! 3.600 Kilometer und 23.000 Höhenmeter durch Deutschland in acht Wochen und das auch noch mit einem Auftrag.

Wir – von euch liebevoll BackOffice genannt – sind froh mit euch so intensiv diese Strecke bewältigt zu haben. Wir konnten euch als super Typen kennenlernen, die an manche Herausforderungen etwas blauäugig und verplant herangingen, die aber alles lösen konnten und die Inhalte des Projektes super transportiert haben. In den vergangen acht Wochen seid ihr zu richtigen Botschaftern des CJD geworden.

Nur durch euer großes Engagement, eure Bereitschaft an und über eure Grenzen zu gehen und eurer Interesse konnte aus dem anfangs überschaubaren Projekt solch ein große Sache werden. Bei den „offiziellen“ Einheiten eurer Tour habt ihr so vielen Kindern und Mitarbeitenden im CJD sowie Bildungspartnern mit euren Besuchen Freude bereitet. Viele Zeitungen und am Ende sogar der NDR haben berichtet und der Blog wurde von vielen hunderten Menschen gelesen. Einfach großartig!

Wir drei konnten euch an verschiedenen Stationen mit dem Fahrrad begleiten und haben euch in den gemeinsamen Stunden auch persönlich kennenlernen können. Die gemeinsamen Gespräche über euer bevorstehendes Studium, die vergangene Schulzeit oder auch über das CJD haben uns immer wieder gezeigt, mit welchen Werten und Idealen ihr durch die Welt geht und dass unsere Arbeit im CJD auch wirklich Sinn macht. Wir finden es beeindruckend mit welchem Interesse ihr auf Andere zugeht.

Auch wenn wir als euer BackOffice euch manchmal viel abverlangt haben (z.B. Berichte für den Blog), sind wir zu sechst doch zu einem richtigen Team zusammengewachsen und da waren die „Hilferufe“ am Sonntagnachmittag, im Urlaub oder in der Elternzeit für uns ein besonderer Ansporn.

In den vergangenen Wochen seid ihr persönlich gewachsen, habt euch entwickelt und vieles Neues kennengelernt. Tragt dies in die Welt. Gern begleiten und unterstützen wir euch dort, wo es uns möglich ist und ihr es wollt.

Wir freuen uns, dass ihr drei uns im Projektteam „Eine Welt für Alle“ erhalten bleibt und den weiteren Weg mit uns gemeinsam bestreitet. Trotzdem wollen wir auch diesen Weg nutzen, um euch eine erholsame Zeit bis zum Studienstart und dann ein tolles Studium in Hamburg bzw. Leipzig zu wünschen. Wir wünschen euch dabei gutes Gelingen, gegenseitig ein offenes Ohr bei Problemen, ganz viele tolle Menschen, die euch unterstützen und am Ende auch Gottes Segen auf den kommenden Wegen.

Mit den besten Wünschen und voller Freude auf ein Wiedersehen,

EUER BackOffice

Jens,                              Jörg                      und Konrad

Weltpremiere: 1. Film der Tour

Ab heute fahren bei der Tour de France viele Radprofis 3 Wochen durch das Nachbarland und werden dabei 3460 Kilometer zurücklegen. Unsere drei Jungs waren zwar 6 Wochen länger, dafür aber auch 140 Kilometer weiter, ohne Training und mit ihrem Gepäck auf dem Fahrrad unterwegs.
Die Tour „Eine Welt für Alle“ wurde an verschiedenen Stellen per Film begleitet und so kommt es heute zur Weltpremiere des ersten Teils. Zwei weitere Teile werden in den kommenden Wochen folgen. Also am besten im Newsletter registrieren und nichts mehr verpassen 🙂

Rückblick Empfänge in Rostock

Maxim, Niclas und Julian werden in der Grundschule von 270 Kindern empfangen. Dabei ist auch der NDR.
Die Kinder interviewen die drei Radler.

Mit dabei ist auch der Oberbürgermeister von Rostock Claus Ruhe Madsen.
Herr Madsen kommt auch mit den Kindern ins Gespräch.
Auch im Gymnasium wurden die drei Jungs von zwei Klassen zum Gespräch begrüßt. Herr Kästner als Schulleiter nahm sie dabei in Empfang.
Schüler stellen ihre Fragen zur Tour.

Gunnar Borcherding – Vater von Maxim

Die Geschichte, die unsere Jungs schreiben, ist schon unglaublich, berücksichtigt man die Anfänge ihrer Idee. Nach dem Abi einmal durch Deutschland mit dem Fahrrad und noch dazu jedes Bundesland betreten.

Wie man nach fast zwei Monaten feststellen kann, ergaben sich daraus nicht nur körperliche Herausforderungen sondern auch Begegnungen und Gespräche mit vielen Menschen unterschiedlichen Alters und vielfältiger Lebenserfahrungen. Und das ist das, was wir als Eltern und Familie so großartig finden.

Als Teilnehmer und Organisatoren der Jugendkonferenz des CJDs in Deutschland bekamen Maxim, Julian und Niclas die Möglichkeit, auf ihrer Tour durch Deutschland als Botschafter unterwegs zu sein, um mit Kindern über unsere und ihre Zukunft zu sprechen.

Aus ihrer wurde eine gesellschaftliche Tour mit genauen Etappenzielen.

Im Familienkreis gab es Skepsis, ob sie als unerfahrene Jungs Tausenden km Wind, Bergen und Hitze und dem eigenen und fremden Ego standhalten könnten.

Gleichzeitig beeindrucken sie mit ihrer Ehrlichkeit und Unbekümmertheit Kinder, Betreuer und Partnerfirmen des CJDs.

Respekt vor dieser Leistung!

Klassischerweise wird die Zukunftsdiskussion innerhalb der Eltern- und Jugendgenerationen geführt. In diesem Projekt werden die Kinder hinzugezogen.

Also diejenigen, die sich mit den späteren Auswirkungen der jetzigen Handlungen am stärksten auseinandersetzen müssen.

Ich finde das nicht nur interessant, sondern wichtig. Auch wenn die Aussagen der Kinder einfach und banal klingen, sind sie sehr weise.

Ein sehr bekannter Bergsteiger sprach mal davon, wie ihm auf dem Abstieg vom Nanga Parbat die Selbstreflexion abhanden kam, weil einfach nur noch der Überlebensinstinkt funktionierte.

Die Fragen an die Kinder regen uns als Erwachsene an, über uns selbst und unser eigenes Handeln nachzudenken.

Mittlerweile haben die Jungs die 3.500 km fast geschafft. Auch von den 10.000 Höhenmetern bleiben nur noch wenige hundert.

Herzlich Willkommen zu Hause, Maxim, Julian und Niclas! Wir sind stolz auf Euch!

 

Auf der Schlussetappe werden wir Väter die Jungs begleiten. Wenn wir dann in 20 Jahren die Filmdoku aus dem Regal holen, werden wir sehen, dass Papa noch mithalten konnte und wir sind glücklich.